Sabine Leidig
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Redetext

Kohleaussteig jetzt, aber sozial.
26. Oktober 2018

Mein Gewerkschafter*innen-Herz schlägt für globale Gerechtigkeit und für Auswege aus dem kapitalistischen Wachstumswahn. Jetzt mache ich mich auf den Weg, um #EndeGelände zu unterstützen: es geht sehr konkret um den schnellen Ausstieg aus der Braunkohle!

Nur so kann es gelingen, den Weg der Klimagerechtigkeit einzuschlagen.
Dieser Weg bedeutet, dass die Interessen der vom Klimawandel Betroffenen Menschen (im globalen Süden) genauso berücksichtigt werden, wie die Interessen der Beschäftigten und der Anwohner*innen.

Das gelingt nur, wenn die Macht von RWE und anderer Konzerne gebrochen wird. Wenn die gesellschaftlichen Verhältnisse von den menschlichen Bedürfnissen aus umgestaltet werden; wenn nicht mehr die Profiterwartungen der Aktionäre maßgeblich sind. Über kurz oder lang muss eine sozial-ökologische Wirtschaftsweise erkämpft werden – ohne fossile Brennstoffe. Kurzfristig gibt es sinnvolle Arbeitsplätze beim Rückbau der Fördergebiete oder in Anlagen für erneuerbare Energien; mittelfristig brauchen wir deutlich bessere Versorgung und weniger Verschwendung; weniger Ressourcen- und Energieverbrauch; mehr Lebensqualität und Zeit füreinander.

Ich bin seit fast 40 Jahre Gewerkschafterin: für die Selbstorganisation, die politische Bildung und für solidarische Kämpfe der abhängig Beschäftigten. Damit die Kapitalseite die gesellschaftlichen Verhältnisse und die Bedingungen der Arbeit nicht allein bestimmt. Was IgBCE und Ver.di im Rheinland treiben (Seit an Seit mit den RWE-Konzernchefs demonstrieren und sich an die Rockschöße des CDU-Ministerpräsidenten Laschet hängen) ist das Gegenteil von gewerkschaftlicher Solidarität, wie sie gebraucht wird. Gäbe es nicht die Gewerkschafter*innen für Klimaschutz – ich hätte meine Mitgliedschaft sofort gekündigt.