12. Februar 2011 - Lauterbach: LKW Ertüchtigung der B254 durch angebliche Ortsumgehungen![]() Doch mit der Ruhe soll es bald vorbei sein. Eine Planung zum Ausbau der Bundesstraße B254, die die Autobahnabfahrten Alsfeld von der A5 und Fulda A7 verbindet, soll verwirklicht werden - und das nach vielen Jahren in denen das Projekt zu den Akten gelegt schien. Der Ausbau wird zumindest als Ortsumgehung in Lauterbach nicht benötigt. An der bestehenden Bundesstraße am Rande der Altstadt haben sich zahlreiche Unternehmen angesiedelt, sie ist gut ausgebaut, wird leicht durch Kreisel-Neuanlagen und Ampeln abgebremst, und bringt dem Städtchen immerhin 10% des Umsatzes. Der Vertreter des Gewerbevereins schimpft: alle Unternehmen in Lauterbach wollen die Bundesstraße, wie sie ist. Er findet es unverständlich, wie »seine« Organisation, die IHK entgegen der Interessen der Mitglieder den Neubau am Ortsrand befürwortet. ![]() Kreistagsabgeordneter Michael Riese und die Leute von der Bürgerinitiative IGGLU Weiter gehen die Gespräche in einer Gaststätte, hier hängt ein Satellitenbild des Geländes mit dem eingezeichneten Vorhaben. Die Bürger schauen über ihren Tellerrand hinaus: »Das Ding hat über 20 Brücken auf den wenigen Kilometern, da soll kein Stück Steigung rein, damit die LKWs schön über die Bundesstraße brettern und den Weg über das Autobahndreieck und damit die Maut sparen können. Das wird für uns Anlieger nicht leiser sondern lauter«, vermuten sie realistisch. Sie zeigen Verständnis für die nachfolgenden Orte Angersbach und Landenhausen, durch deren enge Ortsdurchfahrten sich der beständig steigende überregionale Verkehr zwängt. Hier muss eine Lösung her. Aber die Planung so wie sie sich jetzt darstellt, wird auch diesen Bürgern mehr Krach als bisher bescheren und den ganzen Ort beschallen. Wir beratschlagen lebendig, ausführlich und suchen gemeinsam nach Strategien und Möglichkeiten der Vorgehensweise. Die Enttäuschung über die Haltung der etablierten Parteien ist groß, aber man will vor Ort auch die Kommunalwahl nutzen den Protest zum Ausdruck zu bringen. Das findet der örtliche Spitzenkandidat Ingo Schwalm (DIE LINKE, oben mit rotem Schirm) prima. Er hatte die Beteiligten zum Gespräch eingeladen aus dem sich dann fast eine Konferenz entwickelte. Gelebte Demokratie - Mit meinen Möglichkeiten im Bundestag möchte ich solche Prozesse begleiten und unterstützen! | ![]() | ||
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