Staatsschulden: kein Grund zur PanikDas Totschlag-Argument: »Wir können den nachfolgenden Generationen keinen Schuldenberg hinterlassen.« Gegenfrage: Was sollen wir ihnen stattdessen hinterlassen: Einen Berg voller ungelöster Probleme? Elendsviertel in denen Gewalt und Gesetzlosigkeit herrscht? Ein marodes Bildungssystem, das immer weniger Begabungsreserven ausschöpft? Eine heruntergewirtschaftete öffentliche Infrastruktur? Bemerkung 1: Wenn ein Privathaushalt Schulden macht, um Verbrauchsgüter anzuschaffen, dann ist das Konsum auf Pump. Wenn ein Unternehmen oder der Staat Schulden macht, dann sind das in der Regel Investitionen in die Zukunft. Wer diese Investitionen scheut, hinterlässt den Erben zwar keine Schulden aber einen unproduktiven Betrieb oder ein ruiniertes Gemeinwesen. Bemerkung 2: Wenn der Staat Schulden macht, dann ist das in der Regel kein Hinweis auf zu hohe Ausgaben, sondern auf zu geringe Einnahmen. Das ist vor allem dann der Fall, wenn sich der Staat Geld für konsumtive Ausgaben borgen muss, zum Beispiel für die Sozialsysteme. Bemerkung 3: Staatsschulden sind keine Lasten für die gesamte Gesellschaft, denn die aus den öffentlichen Haushalten gezahlten Zinsen gehen an die Bezieher von Vermögenseinkommen. Die am meisten über den Schuldenberg klagen, verdienen auch am meisten daran. | |||
Seite zuletzt geändert am 10.08.2009 um 16:09 Uhr Content Management by Ant-On! | |||