Sabine Leidig
 

Stichworte zur politisch-beruflichen Entwicklung

Seit 1. Januar 2003 Geschäftsführerin im Attac-Bundesbüro in Frankfurt.

Verantwortung für die Finanzen und das Personal (15 bis 20 Beschäftigte), Mitarbeit im bundesweiten Koordinierungskreis, Kontaktpflege zu Mitgliedsorganisationen/ Bündnisarbeit und Organisationsentwicklung (dazu gehören auch die zentralen Bildungsprojekte). Intensive Beteiligung an der Entwicklung und Unterstützung von bundesweiten strategischen Projekten:
  • Gegen die Privatisierung von öffentlichen Dienstleistungen, z.B. unter dem Motto »Gesundheit ist keine Ware!« oder im Bündnis »Bahn für alle«.
  • Für gerechte Besteuerung von Spekulationsgeschäften, Vermögen und Kapitaleinkünften und gegen Steueroasen.
  • Für globale soziale Rechte - gegen Standortkonkurrenz, die Agenda2010 und HartzIV, oder in der Kampagne »Lidl ist nicht zu billigen«.
  • Gegen die Entfesselung der Märkte und für soziale und ökologische Regeln im Welthandel.
  • Und schließlich bei Aufklärung und Aktionen zur aktuellen Weltwirtschaftskrise, für Regulierung der Finanzmärkte, Umverteilung von Reichtum und demokratische Kontrolle der Banken.

1996 zur DGB-Regionsvorsitzenden für Mittelbaden gewählt.
Wiederwahlen 1998 und 2002) - als Repräsentantin von etwa 100.000 Gewerkschaftsmitgliedern. Das Amt in Karlsruhe und Umgebung mit viel Engagement und guter Außenwirkung ausgefüllt. Dabei gelernt, die persönliche und politische Position im Kreis der Geschäftsführer und Vorsitzenden der Einzelgewerkschaften vor Ort zu behaupten (als fast Jüngste, fast einzige Frau und Nicht-SPD-Mitglied) - dank guter Unterstützung von ehrenamtlich Aktiven aus Gewerkschaften und sozialen Initiativen. Mitarbeit in der AG betrieb&gewerkschaft der PDS, in der Initiative »GewerkschafterInnen gegen Krieg« und bei der Vernetzung von Gewerkschaftslinken (auch international)
Ab 1992 als Jugendbildungsreferentin hauptamtlich beim DGB Ba-Wü.
Zuständig für Nordbaden. Viel Bildungs- und Bündnisarbeit, Seminare oder Kontakt- und Bildungsreisen zur CGT nach Frankreich und Veranstaltungen wie »Rock gegen Rechts« organisiert. Konzeptionelle und organisatorische Arbeit im Team des DGB-Jugendcamp Markelfingen. Außerdem eine Berufsschulzeitung als Gemeinschaftsprojekt der Gewerkschaften in Mannheim konzipiert und 2 Jahre lang regelmäßig produziert.
Im Vorstand von Stadt- und Kreisjugendring gearbeitet und zeitweise als Frauenbeauftragte im Vorstand des Landesjugendringes. Berufsbegleitend eine theaterpädagogische Zusatzausbildung absolviert, und die Moderations- und Methodenkompetenz erweitert.

Zur biografischen »Vorgeschichte«

  • 1979 Beginn der Ausbildung zur Biologielaborantin im Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ). Nach dem Abschluss weitere 10 Jahre Berufstätigkeit dort im Institut für Immunologie und Genetik.
  • Seit 1980 gewählte Jugendvertreterin und später Personalrätin - die letzten 3 Jahre halbtags frei gestellt (das DKFZ hatte etwa 1.200 Beschäftigte und 100 Azubis). Verantwortlich u.a. für die Publikation des Personalrates, für die forschungspolitische Debatte und die Vernetzung mit Betriebsräten anderer Großforschungseinrichtungen. 1982 Gründung der betriebl. Friedensgruppe.
  • Seither auch aktive Gewerkschafterin: im DGB-Jugendausschuss Heidelberg (später auch ÖTV-Frauenausschuss) und als ehrenamtliche Teamerin/Referentin von Jugendseminaren und Jugendcamps in Baden-Württemberg, sowie in der ÖTV-Bundesschule in Mosbach.
  • Die private und politische Basis war eine (Kultur-)Gruppe und WG in Heidelberg, die u.a. politische Lesezirkel organisierte. Neben gemeinsam erarbeiteten Musik- und Theaterprogrammen, engagierten wir uns in linken politischen Zusammenhängen und in der Friedensbewegung.
  • 1982 Eintritt in die DKP. Dort intensiv Organisationspolitik, politische Ökonomie, dialektischen Materialismus, etwas Philosophie und Widersprüche der kommunistischen Bewegung gelernt. Seit 1991 parteilos.

Privates

  • 1961 in Heidelberg geboren, als erste von zwei Töchtern der »Hausfrau« Ingrid und des Elektromonteurs/Buchhalters Karl-Heinz Leidig. Aufgewachsen in dem kleinen Ort Mauer bei Heidelberg.
  • 1975 zu einer Musik-Theater-Projektgruppe gestoßen, in der soziale Verhältnisse kritisch und kreativ beleuchtet wurden: Politisierung.
  • 1977 Mutter meines Sohnes Simon geworden und ein Jahr später das Gymnasium mit der Mittleren Reife verlassen.
  • Seit 1995 verheiratet mit Matthias Wesche, der in Heidelberg arbeitet, wo wir auch wohnen. Seit 2007 ein zweites (Wohn-)Standbein in Berlin.
Die Linke
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Seite zuletzt geändert am 12.08.2009 um 18:12 Uhr

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