Biographisches

  • Jahrgang 1961, aufgewachsen in und um Heidelberg, wo auch meine politischen Wurzeln liegen: in einer ökumenischen Musik-Theater-Jugendgruppe, die sozialen Verhältnisse kritisch und kreativ beleuchtet hat. Ich habe einen erwachsenen Sohn und bin verheiratet.
  • Zunächst habe ich als Biolaborantin im Deutschen Krebsforschungszentrum gearbeitet, war Jugendvertreterin und später Personalrätin. Seit 1979 auch aktive Gewerkschafterin - engagiert in Bildungs-, Kultur-, Frauen-, Antifa- und Friedensarbeit.
  • Danach war ich 10 Jahre lang beim DGB-Baden-Württemberg: Zunächst als Jugendbildungsreferentin, dann von 1996 bis 2002 als DGB-Regionsvorsitzende in und um Karlsruhe.
  • Seither Geschäftsführerin im Bundesbüro von Attac (bis September 09): verantwortlich für Finanzen, Personal, Organisationsentwicklung und Unterstützung politischer Projekte: Gegen Privatisierung von Rente, Gesundheit, Bildung oder Bahn. Für globale soziale Rechte und gegen die Agenda 2010. Für fairen Handel, gegen die Entfesselung der (Finanz-) Märkte und für demokratische Kontrolle der Wirtschaft.



Politikverständnis und Motivation

Nach vielen Jahren als Aktivistin in Gewerkschafts- und Friedensbewegung, Jugendsekretärin, DGB-Regionalvorsitzende in Mittelbaden und nach entscheidenden Aufbaujahren im Bundesbüro von Attac, will ich jetzt von der außerparlamentarischen in die parlamentarische Opposition wechseln, weil hier entscheidende Weichenstellungen anstehen.
Die gesellschaftlichen Auseinandersetzungen erfordern, dass die LINKE über ihren bisherigen Einflussbereich hinaus zu einer gestaltungsmächtigen Kraft wird. Mit meiner Kandidatur will ich dies demonstrativ unterstützen. Ich kann die Verbindung zwischen erfolgreichen außerparlamentarischen Akteuren wie Attac und der parlamentarischen LINKEN gestalten und Brücken zu weiteren gesellschaftspolitischen Milieus bauen.
Die Abgründe der Weltwirtschaftskrise sind noch nicht durchschritten. Wo soziales Elend nicht schon gewachsen ist, steht es bevor. Die neoliberale Politik scheint zwar am Ende und dem Staat kommt wieder Gestaltungsmacht zu, aber die Geld-Macht-Eliten sind dabei, die Verluste zu sozialisieren und betreiben ihr »weiter so«. So wird die Frage wieder zentral: wessen Staat ist dieser Staat? Es sind fast täglich Maßnahmen, Meinungen und Meldungen zu lesen, die noch vor einem Jahr schier undenkbar waren. Aber jedes Wort, jeder Schritt ist gespalten: Regulierung und Transparenz kann die Gewalt der Finanzmärkte brechen, oder ihr Fortbestehen garantieren. Staatliche Investitionen können den Umbau zur sozialen und ökologischen Wirtschaftsweise anregen, oder die Banken und Konzerne aufrüsten. Steuerpolitik kann die Vermögensbestände nutzbar machen oder die Verteilungsfrage unter den Teppich kehren ... Welche Richtung zum tragen kommt, hängt davon ab, was wir durchsetzen.

Um wirksame Schritte gegen die »Diktatur des Kapitals« durchzusetzen, braucht es breite gesellschaftliche Allianzen. Es muss gelingen, möglichst viele Menschen für neue Perspektiven zu gewinnen, für demokratisches, soziales, und ökologisches (Welt-)Wirtschaften.