DIE LINKE. Hessen: Praxisgebühr und Zuzahlungen müssen wegFranfurt am Main, 16. September 2009 Zur sozialen Schieflage im Gesundheitswesen erklärt Sabine Leidig, hessische Bundestagskandidatin der Partei DIE LINKE: "Wer heute krank wird, spürt am eigenen Geldbeutel, wie teuer Gesundheit ist: Neben den monatlichen Beiträgen zur Krankenversicherung werden zehn Euro beim Arztbesuch fällig, fünf bis zehn Euro für jedes Rezept, vierzehn Euro pro Krankenhaustag oder etwa zwanzig Euro für sechs Anwendungen Krankengymnastik. Praxisgebühr und Zuzahlungen, Sonderbeitrag und Zusatzprämie stellen gerade für viele gesetzlich Krankenversicherte eine immer größere Hürde für den Arztbesuch dar. Die Große Koalition sowie zuvor Rot-Grün haben das Gesundheitswesen dem Heißhunger dem Markt geöffnet und den Prozess der Privatisierung gesundheitlicher Risiken und der Entsolidarisierung zwischen den Versicherten drastisch vorangetrieben. Durch die Gesundheitsreformen 2004 und 2007 wurden die Grundsätze des Solidarsystems im Gesundheitswesen aufgekündigt. Wo ehemals die Kosten zu gleichen Teilen von Arbeitgebern und Versicherten getragen wurden, hat eine gewaltige Umverteilung zu Lasten der Versicherten stattgefunden. DIE LINKE fordert die Abschaffung aller Zuzahlungen und die Umwandlung der Gesetzlichen Krankenversicherung in eine solidarische Bürgerversicherung. Alle Personen mit eigenem Einkommen - Arbeitsentgelte aber auch Einkünfte aus Kapitaleinkommen und Vermietungen -sollen mit gleichem Beitragsanteil einzahlen. Damit wäre genug Geld in der Kasse, um eine bedarfsgerechte und kostenlose Gesundheitsversorgung für alle zu finanzieren." | |||
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